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Äthiopien

Äthiopien, das Land mit dem wohl schlechtesten Ruf des östlichen Afrika. Von keinem anderen Land haben wir schlimmere und beängstigendere Horrorgeschichten gehört. Auch alle Overlander, die wir bis dahin getroffen hatten, erzählten die wildesten Erlebnisse.
Lebende Ziegen, und sogar Kinder, würden die Äthiopier absichtlich vor fahrende Touristenfahrzeuge werfen, nur um Geld dabei abzuzocken, da ein Menschenleben dort nichts wert sei.
Die Äthiopier würden alles stehlen, was nicht Niet und Nagelfest sei, ja sogar Rücklichter von den Fahrzeugen abschrauben, wenn man kurz stehenbleibt........, usw.
Wir waren aufs Schlimmste gefasst, und auch darauf, das Land auf schnellstmöglichem Wege zu durchqueren.

Gleich vorweg: Uns wurden weder Kinder vors Auto geschmissen, noch wurde was gestohlen, und wir haben unsere maximale Aufenthalsdauer von einem Monat sogar überzogen!
Allerdings merkt man doch deutlich, daß man sich nicht mehr in einem islamischen Land befindet. Im Koran steht geschrieben, daß ein Reisender einen besonderen Stellenwert besitzt, und ihm jede Hilfe angeboten werden sollte. Hilft man einem Reisenden, hat man ein besseres Leben nach dem Tod.
Als Reisender in einem islamischen Land merkt man das.
Kommt man von Norden nach Äthiopien, spürt man dann doch deutlich eben jenen Unterschied. Die Menschen wirken agressiver und unfreundlicher, und man fühlt sich nicht so willkommen.
Dennoch, wir sind sehr positiv überrascht, nachdem wir es uns so schlimm vorgestellt hatten! Die Menschen sind teilweise sehr scheu, und vermitteln dadurch einen unfreundlichen Eindruck, tauen aber oft nach einiger Zeit auf, und sind dann sehr gastfreundlich und nett.
Das typische, und bei vielen Reisenden so sehr gehasste "You,you, money" der Kinder, entpuppt sich oft als angelernte Floskel, und viele Wissen garnicht, was es bedeutet. Oftmals wird es unwisentlich als Begrüßung verwendet. Natürlich gibt es auch viele, die genau wissen, was es heißt, und es auch so meinen, aber es zu verallgemeinern wäre nicht gerecht.
Äthiopien war sehr lange Kriegsschauplatz, und Krieg, bzw. die Auswirkungen sind in Äthiopien allgegenwärtig. So stehen im ganzen Land Panzerwracks auf Feldern und am Straßenrand, und das tragen einer Kalaschnikov ist ähnlich verbreitet und normal wie Baseballkappen bei uns. Kinder laufen mit modernen Schnellfeuergewehren auf der Straße herum. Ganz normal in Äthiopien.
Noch dazu gehört das Land zu den allerärmsten der Welt. Man kann es den Äthiopiern irgendwie nicht verübeln, wenn der reiche weiße Tourist mit seinem unbezahlbaren High-Tech-Gefährt, der mal spaßhalber durch ihr Land fährt, nicht mit offenen Armen empfangen wird.

Unser erster Weg führt uns nach Gondar, das bekannt für seine Kirchen ist, und besichtigen einige davon:

Nach langer Zeit sind Christen ein ungewohnter Anblick:

Von Gondar fahren wir nach Norden in den Simien-Mountains Nationalpark mit dem 3.höchsten Berg Afrikas, dem Mount Daschen. Die Simien Mountains sind bekannt für ihre spektakuläre zerklüftete Landschaft mit bis zu 1500m hohen Steilwänden. DAS Paradies für jeden Base-Jumper.
Außerdem gibt es eine ungeheure Vielfalt an seltenen Vögeln, die zum Teil nur mehr dort anzufinden sind.
Eine weitere Besonderheit sind die Baboon-Affen, die zu Hauf anzutreffen sind:

Dieser hier sieht aus als hätte er Fernweh:

Leider darf man den Park nur mit einem bewaffneten Scout betreten, und so müssen auch wir einen Führer mit seiner Kalaschnikov mitnehmen. Irgendwie ein komisches Gefühl. In Äthiopien gewöhnt man sich allerdings schnell an diesen Anblick:

2 Tage verbringen wir im Park, und fahren dabei mit dem Lkw bis auf 4350m.
Ein paar Eindrücke:

Nächstes Ziel ist der Lake Tana, die Quelle des blauen Nils, und gleichzeitig ein starkes politisches Instrument der Äthiopier. Theoretisch könnte Äthiopien den Sudan und ganz Ägypten lahmlegen, würden sie den Ablauf sperren, denn dieser ist die einzige Lebensader der zwei Nilländer.
Wir finden einen sehr netten Stellplatz im Fogera-Hotel direkt am See, wo Steffi und Ich eine ganze Woche richtigen "Urlaub" machen werden. Leider kann man im See wegen Bilharziose wie in den meisten afrikanischen Seen nicht schwimmen. Sonst ist dieser Platz allerdings ein richtiges Paradies, und wir lassen es uns, auf Grund der günstigen Preise im Restaurant, so richtig gut gehen. Im Schnitt kostet eine Mahlzeit 1 Euro, das traditionelle Gericht Injera, an das man sich allerdings gewöhnen muß, oft nur 50 cent.
Hier treffen wir 4 deutsche Motorradfahrer: Gerd und Gerd trafen in Ägypten zufällig auf Andreas und Andreas, und in Äthiopien dann noch, genauso zufällig, auf Steffi und Stefan. Lustige Zufälle gibts.
Mit ihnen mieten wir am Lake Tana ein Boot um zu einem Platz zu fahren, an dem man angeblich manchmal Hippos sehen kann. Wir haben tatsächlich Glück, und sie baden gerade im See:

Die Einwohner am Tana-See fahren noch wie vor hunderten Jahren mit Papyrus-Booten zwischen Krokodilen und Nilpferden spazieren:

30 Kilometer vom Lake Tana entfernt befinden sich die Blue Nile Falls, der Ursprung des blauen Nils.
Auf dem Weg dorthin fährt ein einheimischer Lkw vor mir, der irgendwann mal rechts an den Rand fährt, und stehen bleibt. Nach kurzem warten setze ich an, um links an ihm vorbeizufahren. Gerade in diesem Moment fährt er auch wieder los, und zieht ohne zu schauen nach links, um auf eine Querstrasse abzubiegen. Ich steige voll auf die Bremse, stehe schon, und ziehe voll an meinem sehr lauten Drucklufthorn, um auf mich aufmerksam zu machen, doch er nimmt mich nicht wahr, und biegt unaufhaltsam weiter nach links ab, kommt meinem stehenden Lkw mit seiner Seite immer näher, bis es schlußendlich kracht, und er an meiner rechten vorderen Ecke mit seiner Ladefläche entlangschrammt.
Zum Glück hält sich mein Schaden in Grenzen: Der Spiegel mußte natürlich voll dran glauben, und einige Kratzer zieren die rechte Fahrzeugfront, aber sonst nichts gravierendes.
Hätte ich zehn Zentimeter später gebremst, so wäre bestimmt ein richtig schwerwiegender Schaden entstanden!
Ich kann es kaum glauben! Der Fahrer, der die Sache bestimmt gemerkt hat, hat es doch ganz ordentlich gekracht, fährt unbehelligt einfach weiter!
Nun ist es in Afrika generell so, würde das einem Touristen passieren, würde er auf der Stelle so richtig zur Kasse gebeten werden. Ich kenne einige Reisende, die wegen kleinen Kratzern hunderte Euro bezahlen mussten. So ist das nunmal. Da wird der reiche Europäer geschröpft was das Zeug hält!
Und dieses Arschloch fährt einfach weiter, als wäre nichts gewesen!!! "So nicht, Kollege, so nicht!!!!"
Ich steige voll aus Gas, und rase ihm hinterher, um den Spieß diesmal umzudrehen. Nach einiger Zeit bleibt er stehen, ich springe aus dem Auto, und mache es genauso, wie sie es umgekehrt machen würden:
"So, jetzt haben wir aber ein großes Problem! Mein Auto ist kaputt! Wie lösen wir dieses Problem jetzt?!"
"Keine Ahnung!", meint der Fahrer
"Ich aber schon!!!!!!! Zahlen!!!! Geld!!!!her mit der Kohle, bevor ich die Polizei hole!!!!!"
Natürlich geht es mir dabei nicht ums Geld, sondern einfach ums Prinzip. Bei jeder Gelegenheit wird der weiße Afrikareisende geschröpft und ausgenommen, vorallem dann, wenn er einen Fehler macht. Dann aber umgekehrt auch, denke ich mir, und freue mich so richtig über diese Heimzahlung!
Umgerechnet 2 Euro verlange ich als Wiedergutmachung, eine lächerliche Summe.
Es entsteht eine riesige Aufruhr unter den Anwesenden. "VIEL zu viel!!!!", heißt es. Einen Euro wäre der Schaden wert, und nicht mehr! Bei so viel Unverschämtheit bleibe ich stur, beharre weiter auf 2 Euro. Die Aufruhr wird immer größer, schließlich befanden sich ca. 30 Leute auf dem Lkw, die zusehends agressiver werden. Irgendwie verständlich. Normalerweise wird der Europäer zur Kasse gebeten, und nicht umgekehrt! Mit so einer Situation waren sie noch nie konfrontiert.
Der Fahrer ist total aus dem Häuschen, und will um keinen Preis die 2 Euro bezahlen, daher nehme ich provokant einen Zettel und Kuli aus dem Auto, stelle mich auffallend vor ihren Lkw, und notiere, so daß es jeder erkennen kann, schön langsam ihr Kennzeichen.
Natürlich spitzt diese Aktion die gespannte Stimmung noch mehr zu. Die Situation wird langsam ungeheuer, schließlich hat man schlechte Karten gegen 30 aufgebrachte Bauarbeiter, und so setzte ich mich ins Auto und starte den Motor um das Gebiet zu verlassen.
Leider geht der Schuß nach hinten los!
Der Fahrer rennt plötzlich auf unser Auto zu, ich bleibe stehen, da ich davon ausgehe, daß sie nun doch zahlwillig sind. Wie naiv!! Nicht in Afrika.
Er erklärt mir, daß sich die Situation geändert habe, denn schließlich sei ICH ihnen reingefahren, und alle 30 Mitfahrer hätten es genau gesehen und wären Zeugen, und daher solle ICH ihnen nun eine Entschädigung zahlen!
Ich koche vor Wut! Solche Arschlöcher! Ich habe keine andere Wahl, steige aufs Gas und verlasse das Gebiet, innerlich kurz vor dem Explodieren.

Und wiedermal habe ich die Aussage des Fahrers eines südafrikanischen Overlandtrucks im Ohr, den wir in Karthoum getroffen hatten:
Afrika always wins!
Wie wahr, wie wahr! Oft noch werden wir daran erinnert werden.

Der anschließende Anblick der Nilfälle verbessert meine Stimmung aber wieder:

In Bahir Dar treffen wir Phillip, einen Engländer, der in Addis Abeba als NGO tätig ist. Er bietet uns an, in Addis in seinem Garten kostenlos zu campen.
Da wir ohne Umwege nach Addis fahren wollen, und unsere 4 neuen Freunde mit den Motorrädern vorher noch die Felsenkirchen in Lalibella besichtigen wollen, geben wir ihnen die Adresse von Phillip weiter, in der Annahme, sowieso vor ihnen in Addis zu sein. Dann könnte man Phillip fragen, ob die 4 auch noch in seinem Garten übernachten dürften.
Da wir aber noch einige Tage länger in Bahir Dar verbringen, sind sie im Endeffekt vor uns dort, und läuten an Phillips Türe.
Wie peinlich! Weder Phillip wußte, wer da einfach unangemeldet vor seiner Türe steht, noch wußten die 4, daß wir noch garnicht da sind, und Phillip noch nichts von ihnen wußte!
Zum Glück nimmt Phillip die Sache ganz gelassen, und heißt sie trotzdem herzlich willkommen.

Auf dem Weg nach Addis stehen die klassischen Strohhütten...........

.........direkt neben ausgebrannten Panzerwracks:

Die Einfahrt zu Phillips Haus ist wiedermal klassisch durch ca. 50 Strom-, und Telefonleitungen zugehängt, und verdammt eng. Wie so oft muß einer am Dach alle Leitungen in die Höhe halten:

Wir verbringen einige herrlich angenehme Tage bei Phillip in Addis, bekommen jeden Morgen traumhaftes Frühstück im Garten serviert, und unsere gesamte Wäsche gewaschen.
@Phillip: Vielen Dank für deine Gastfreundschaft!
In Addis fällen wir dann auch die Entscheidung, welche Route wir nach Kenia nehmen sollten. Es gibt nur 2 Alternativen:
Die offizielle Strecke über den Grenzort Moyale, die bekannt für ihren katastrophalen Zustand, und brutale Überfälle auf Reisende ist, oder die "inoffizielle" Variante über die "grüne Grenze" am Lake Turkana entlang, die sehr schön und auch sicher sein soll.
Einziges Problem: Es gibt dort keine Einreiseformalitäten und keinen Zoll, daher befindet man sich bis zur Registrierung im Immigration-Office, welches es NUR in Nairobi gibt, mehr oder minder "illegal" im Land.
Da wir viele Overlander getroffen hatten, die diese Strecke nach Norden befahren hatten, und sie sie uns weiterempfahlen, entschlossen wir uns alle gemeinsam für den Lake Turkana.
Für unsere Freunde mit den Moppeds ist die Route auch nur durch unsere Anwesenheit, bzw. durch unseren "Support-Lkw" möglich. Auf einer Länge von über 1000km gibt es keinerlei Sprit-, und Lebensmittelversorgung, daher werden wir das Gepäck, Lebensmittel, Wasser und Sprit für sie im Lkw transportieren.

Gemeinsam machen wir uns also auf den Weg Richtung Süden. Vorerst noch auf guten Straßen.
Logischerweise ist so eine Truppe seltsamer Fremder bei jedem Stopp eine riesen Sensation:

Die Strecke ist interessant und schön:

Am Lake Lagano, dem einzigen See Äthiopiens, in dem es keine Billharziose gibt, und in dem man daher schwimmen kann, finden wir einen wunderschönen Übernachtungsplatz im Busch:

Natürlich fragen wir die Leute dort, Afrikareiseregel Nr.1, VORHER nach dem Preis. In Äthiopien ist NICHTS umsonst, auch nicht Buschcampen, denn irgendjemand ist immer verantwortlich für das Gebiet, und der wittert natürlich den großen Reichtum durch den weißen Millionär.
In diesem Fall, so verwundert ich bin, können wir vollkommen kostenlos campen.
Am nächsten Tag kurz vor Abfahrt, will ich mich dann trotzdem erkenntlich zeigen, schließlich haben einige der Leute direkt neben unserem Camp übernachtet, um uns zu beschützen, und gebe dem Verantwortlichen als Dankeschön umgerechnet 1 Euro, was für einen armen Äthiopier viel Geld ist.
Dieser zählt das Geld, wird wütend, und schmeißt es mir wieder vor die Füße! Dies sei nicht genug!!
"Dann halt nicht, du Idiot!", denke ich mir wütend, nehme das Geld wieder und gehe.
Es kommt zu einer aufgebrachten Verhandlung, bei der mir fast der Hals platzt. Plötzlich stellt er unverschämte Geldforderungen, obwohl klar ausgemacht war, das es NICHTS kosten sollte.
Nocheinmal biete ich ihm das vorher angebotene Geld an, und wieder landet es vor meinen Füßen.
Wir hatten solche Situationen nun schon viele Male erlebt, in Äthiopien eigentlich täglich, und uns dementsprechen schon darauf spezialisiert. So werden Preisverhandlungen grundsätzlich erst dann in Angriff genommen, wenn JEDER abfahrtsbereit ist, und alle Motoren laufen.
Und wie schon öfter, so funktioniert diese Taktik auch diesmal:
ABHAUEN! Alle springen gleichzeitig auf, bzw. in ihre Fahrzeuge, und ab durch die Mitte!
Der wütende Typ hängt sich noch einige hundert Meter an meinen Spiegel, aber nach einigen Bodenwellen, die ich bewußt mit Vollgas nehme, fällt er irgendwann mal ab, und landet unsanft am Boden. "Das hast Du davon!!!"
Irgendwann hat man einfach genug von dieser Abzockerei!

Kurze Zeit später erreichen wir Labello, und damit für die nächsten 10 Tage das Ende von Zivilisation, Versorgung und Asphalt. Ab hier führt uns unsere Route durch die für ihre ursprünglichen Stämme bekannte Omo-Region zur kenianischen Grenze, und von da weiter dem Lake Turkana entlang Richtung Nairobi.
Je weiter man ins Omo-Gebiet vordringt, desto abenteuerlicher wird es. Hier leben die Tribes wirklich noch wie vor 500 Jahren. Ich hätte mir nicht gedacht, daß es sowas wirklich noch gibt. Nackte, bemalte, und geschmückte Frauen wechseln sich mit kriegsbemalten Kriegern mit Speeren, und neuerdings auch Kalaschnikovs ab.
So rückständig sie aber auch aussehen mögen. Der Eindruck ist falsch, zumindest was das Geld betrifft.
JEDER der Krieger weiß, daß er was Besonderes ist, zumindest für die Kameralinsen der Touristen, und so wird, mehr oder weniger agressiv, für jedes Foto eine anständige Gebühr verlangt.
Also IMMER im vorhinein den Preis vereinbaren. Es soll bei Verweigerung schon zu Speerattaken gekommen sein!
Nach all der Abzocke, die wir bisher schon erlebt hatten, geht mir das ordentlich gegen den Strich, und nimmt mir eigentlich vollständig die Lust zu fotografieren. Einige Male kann ich es aber trotzdem nicht sein lassen, und bezahle, worüber ich im Nachhinein auch sehr froh bin. Solche urtümlichen Völker bekommt man sicher nicht oft in seinem Leben vors Gesicht:

Wir brauchen 4 Tage bis zur kenianischen Grenze:

Auf äthiopischer Seite, anders als in der Afrikareisebibel "Durch Afrika" von Reiseknowhow beschrieben, gibt es nun sehr wohl Ausreiseformalitäten, die man in Omorate(Kelem) erledigen muß!
Ohne den Ausreisestempel, der nur in Omorate, und nicht an der Grenze erhältlich ist, lassen einen die Äthiopier NICHT ausreisen. Keine Chance, wir haben es probiert!
Ich muß tatsächlich für den Stempel extra die 50km durch den Busch nach Omorate zurückfahren. Da unser Zolldokument für die Fahrzeuge nur ein Monat gültig geschrieben wurde, und wir dieses Monat aber schon überzogen hatten, wollten wir die Ausreiseformalitäten umgehen, in der Angst, sie würden jenes Dokument kontrollieren. In Omorate gibt es aber keinen Zoll, sondern nur ein kleines Immigrationoffice, und die Beamten dort hatten zum Glück keine Ahnung von Zollformalitäten, und haben auch nicht danach gefragt. Glück gehabt!
Nachdem Steffi und Ich also mit allen 6 Pässen und Ausreisestempel zur Grenze zurückkehren, lassen uns die Grenzer endlich ausreisen. Die genannte Grenze besteht übrigens aus einem alten, löchrigen Zelt, einer äthiopischen Flagge, und einem Schranken, der mitten in der Pampas steht. Links und rechts davon wären kilometerweit Platz um daran vorbeizufahren, aber damit alles seine Richtigkeit hat, wird er für uns geöffnet, und wir fahren durch.

Reisestatistik:

Letztes Update am:
04.10.2010
aktuelle Position:
Graz,
Fahrzeugtechnikstudium
Temperatur: 10° C
Reisetage(insg.):
ca.643
Strecke(insg.):
ca. 76.500 km
Reifenpannen: 7
Überfälle: 1
Schmiergelder:
25 Euro
Länder:ca.35

Transafrikaroute 06/07/08: